#56: Cornelia Schmachtenberg, die Landwirtschaftsministerin von Schleswig-Holstein im Interview

Shownotes

Abseits der diesjährigen Norla treffen Thomas und Tilo die "neue" Landwirtschaftsministerin von Schleswig-Holstein - Cornelia Schmachtenberg. Conny, wie die Ministerin sich vorstellt, bringt viel Optimismus mit - und stellt sich den Fragen und Kritiken von den beiden Vollblut-Landwirten, die nicht immer einverstanden sind mit der Politik hier im Lande.

Unsere Sponsoren: Wüstenberg Landtechnik - Führender Partner in der Landtechnik in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ein modernes Familienunternehmen mit einer klaren Firmenphilosophie getreu dem Slogan "Bei uns in guten Händen" und New Holland Deutschland – Innovative Landtechnik seit über 125 Jahren!

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00:00:00: Und wenn ich natürlich jetzt beim Bauernverband bin, dann bin ich Teil der Landesregierung.

00:00:06: Ich bin auch vorher aber im Teil der Landesregierung, aber die gleich sich natürlich immer Interessensvertreterin in der Landwirtschaft ... Aber da ist nicht so, dass ich Teil des Bauernverbands bin, sondern als Teil der Bundesregierung muss manche Dinge erzählen, die ihr nicht hören wollt und blöd findet.

00:00:22: Das muss ich trotzdem leider sagen, weil ich halt Mitglied der Landesregierung bin.

00:00:31: Ideen für die moderne Landwirtschaft.

00:00:33: Mit Thomas Andresen vom Hof Baslund und Thilo von Donner vom Hof Breiten Eiche.

00:00:39: Gesponsert wird dieser Podcast von Wüstenberg-Landtechnik, führender Partner in der Landtechnik in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg – ein modernes Familienunternehmen mit einer klaren Firmenphilosophie.

00:00:53: Getreu dem Slogan bei uns in guten

00:00:56: Händen

00:00:57: Und New Holland, Deutschland.

00:00:59: Innovative Landtechnik

00:01:01: seit

00:01:01: über einhundert und zwanzig Jahren.

00:01:04: Moin liebe Freunde der Gepflichten von mir in Erhaltung und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Plan B dem Podcast für die moderne Landwirtschaft mit dabei natürlich wieder Tilo und Tilo wo sind wir?

00:01:16: Moin Thomas, wir sitzen hier im Detlef-Stubehaus am Rande der Norla.

00:01:22: Weil das Wetter heute nicht ganz so prickelnd ist.

00:01:25: Deswegen sind wir untergeschlüpft und freuen uns einen wirklich interessanten Gast auf mich zu haben.

00:01:31: Wir begrüßen bei uns unsere Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg.

00:01:36: Und wie immer am Anfang die Frage, liebe Cornelia wer bist du?

00:01:42: Was kannst

00:01:43: du?

00:01:44: Ja in sich bin ich Conny Und ein Mensch, der hier in Schleswig-Holstein lebt und das Land liebt.

00:01:50: Und aktuell bin ich Landwirtschaftsministerin oder Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume Europas und Verbraucherschutz.

00:01:57: Was ich kann, kann immer vieles Optimistisch sehen!

00:02:01: Das finde ich ist was, was extrem wichtig ist.

00:02:03: Und was glaube ich eine der wichtigsten Qualifikationen ist die man haben muss egal für etwas, was man macht.

00:02:09: So macht das Leben ja auch mehr Spaß, finde ich als wenn man viel zu viel Negativ sieht?

00:02:14: Das stimmt... Du bist ja relativ jung in das Amt gekommen und auch noch gar nicht so ganz ewig in dem Amt.

00:02:21: Wie fühlt sich sowas an, wenn man so ... ich sag mal doch relativ schnell in so ein Amt in seinem Leben reinrutscht?

00:02:28: Was ist das für'n Gefühl?

00:02:30: Als der Anruf kam, hab ich jetzt nicht mit gerechnet.

00:02:33: Und man arbeitet da ja auch nicht hin auf so einen Amt, sondern das ist dann Fügung gewesen.

00:02:38: Ich war vorher Landtagsabgeordnete für die Bereiche Und mir macht das Amt wahnsinnig viel Spaß.

00:02:45: Die Übergangszeit oder die Umständung war für mich auch gar nicht so anstrengend, weil ich habe Landwirtschaft studiert und die Themen im Landtag schon begleitet, Landwirtschaft, auch ländliche Räume.

00:02:55: Deswegen brauchte ich glaube ich nicht so viel Einarbeitungszeit, denn Landwirtschaft ist ja schon eine Branche wenn man damit gar nichts zu tun hat!

00:03:03: Ist das glaube ich schwierig zu verstehen?

00:03:08: großartig und bin damals in die Politik gegangen, um was zu verändern und zu gestalten.

00:03:12: Und mich haben immer schon Inhalte- und Veränderungen angetrieben... ...und dass ich das jetzt machen darf hauptberuflich ist ganz

00:03:20: großartigt.".

00:03:22: Du hast gerade gesagt du bist studierter Agrarwissenschaftlerin?

00:03:25: Warum

00:03:25: Landwirtschaft?".

00:03:28: Ich... Landwirtschaft hat einfach toll!

00:03:31: Und ich komme zwar selbst nicht auf dem Hof wenn aber ganz viel ab aufm Hof gearbeitet in Nordfriesland.

00:03:38: Dadurch ist die Leidenschaft gewachsen.

00:03:39: Und diese Zusammenarbeit von Mit Natur, mit Tieren und dann Nahrungsmittelproduktionen ... Es gibt nie eine richtige Lösung.

00:03:48: Das ist so vielfältig!

00:03:50: Das fand ich immer spannend auch mit der Natur zu arbeiten.

00:03:53: Auch am Anfang des Streams wusste man ja noch nicht was man später beruflich macht, weil man alles machen kann.

00:03:57: Man kann Lehrkraft werden, man kann in die Bank gehen oder Vertriebler werden, direkt auf dem Landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten.

00:04:04: Man kan den Zug gehen und das fand ich ... Auch spannend.

00:04:07: Dass es nicht so eine Schiene gibt und das Leben schon vorgeprägt ist, dass es einfach viel mit draußen in der Natur zu tun hat.

00:04:14: Was überwiegt denn wenn du jetzt mal einen landwirtschaftlichen Betrieb besuchst?

00:04:17: Eher die Agrarwissenschaftlerin oder die Politikerin?

00:04:21: Beides werde ich sagen!

00:04:23: Oder Connie...

00:04:23: Oder Connie ja genau.

00:04:25: Ich wahrscheinlich eigentlich alles weil ich gehe ja nicht auf den Hof.

00:04:27: natürlich gehe ich auf dem Hof und sage ich bin Ministerin aber ich verhalte mich ja nicht anders.

00:04:30: also ich verhalt mich auf den Betrieben oder auch an meinem aktuellen Job nicht anders.

00:04:33: wie ich mich ein Zuhause verhalTe sind andere Tätigkeiten nicht zu Hause.

00:04:37: Vielleicht

00:04:37: die Frage falsch, eher so mit welchem Auge siehst du das?

00:04:40: Was du da aufnimmst dann

00:04:42: als Politikerin ... Weil ich ja auf die Höfe komme und die Erwartungshaltung ist auch da, dass die Menschen mir nicht einfach nur was erzählen, sondern sie erwarten ja auch etwas von mir.

00:04:52: Dementsprechend gehe ich immer auf die höfe und schaue mir das an und hab ein Verständnis dafür aber sehe auch immer die Erwartungshaltungen, die damit einhergeht Herausforderungen, die mir berichtet worden sind auch direkt in Lösungen zu überlegen.

00:05:07: Das könnten wir im Zweifel draus machen oder was wären das für Ideen?

00:05:11: Und deswegen würde ich schon sagen wahrscheinlich eher als Politikerin.

00:05:15: Wie du dich jetzt hier gerade so zum Thema Landwirtschaft äußerst merkt man ja doch tatsächlich ein richtiges Feuer.

00:05:20: also wie du auch für diesen Berufsstand brennst als Politikerin und das ist natürlich etwas wo ich als Landwirt optimale Voraussetzung.

00:05:31: Aber wie schafft mal diesen Spagat, sag ich mal?

00:05:35: Wenn man in die Branche guckt ist ja doch oft schwierige Stimmung und du sagtest schon.

00:05:40: Also die Menschen kommen mit einer Erwartungshaltung auf dich zu und ... Ich glaub, man ist auch oft mit viel Frust, mit viel Ärger bestimmt auch oft Mit Innovationen und solchen Dingen aber hier auch ganz oft gerade in der Landwirtschaft mit schwierigen Themen konfrontiert.

00:05:56: Ja das ist so Und es ist auch nicht immer nur gute Laune, die mir begegnet.

00:06:00: Was nachvollziehbar ist ... Wenn's der Branche jetzt nicht gut geht oder man kein gutes Jahr hatte oder gerade zu kämpfen hat mit Überlebenschancen, dann isst die Laune nicht immer ganz rosig und ich versuch aber nie den Kopf in den Sand zu schenken oder auch nicht zu sagen, mein Gott, ich bin dafür nicht zuständig, ich kann dir nicht helfen, sondern im Zweifel entweder gemeinsam Lösungen zu finden oder was anderes drauszumachen.

00:06:24: Aber ... Mein Anspruch ist, immer was zu verändern und weiter was zu entwickeln.

00:06:30: Wenn ich es nicht auf den ersten Weg kann, das einen anderen Weg zu finden?

00:06:33: Das treibt mich eigentlich an.

00:06:35: Deswegen bin ich vor der Taten dran, um zu sagen ... Kommt dann mit vielen Aufgaben nach Hause ins Haus.

00:06:40: Und zu sagen, das können wir jetzt machen.

00:06:43: Um das auch umzusetzen.

00:06:45: Das ist eher um mit dieser Zweifel-Schlechtenlaune manchmal umzugehen.

00:06:49: Ich nehme das auf und versuche, das Beste für euch auszuholen.

00:06:52: Du hattest vorhin relativ am Anfang gesagt, sinngemäß ein bisschen schwer zu verstehen ist, wenn man nicht da drin ist.

00:07:01: Ist das eigentlich ein Grund aus dem viele Probleme oder ich sag mal viele Spannungsfelder zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft?

00:07:07: Wenn man das so als zwei Seiten darstellen möchte sind es ja eigentlich nicht.

00:07:11: Landwirte sind Teil der Gesellschaft aber es gibt ja einen Spannungfeld.

00:07:14: Das ist glaube ich zweifelzfrei.

00:07:17: Ist dass ein Grund, dass viele Menschen glaube ich Landwirtschaft nicht richtig verstehen?

00:07:21: Ja, ich glaub schon!

00:07:22: Und weil die Entfremdung immer größer wird.

00:07:25: Früher kannte man, vielleicht in der Schule oder ähnliches, immer jemanden in der Klasse, der selbst auch vom Bauernhof kam.

00:07:31: Wo man dann nachmittags war mit rumgespielt ist und rumgetobt ist.

00:07:35: Und wenn das nicht mehr da ist – auch in den Dörfern, weil die Landwirte einfach weniger werden und die landwirtschaftlichen Betriebe – ist der Bezug ja viel weniger da.

00:07:43: Das ist heute viel schwieriger, glaube ich, Landwirtschaft zu erklären Weil man es nicht mehr kennt.

00:07:49: Wenn Menschen auf einem Landwirtschaftsbetrieb kommen, Verbraucher, Städter ... Dann sagen sie ja der Landwirt macht das richtig toll aber die anderen nicht.

00:08:01: und weil Sie zum ersten Mal erst mal einen Landwirtschaftlichen Betrieb kennengelernt haben und dann verstanden haben dass sich die Menschen um ihre Tiere kümmern, dass sie sich um ihre Ackerflächen kümern und dass da Leidenschaft hinter ist.

00:08:13: und deswegen ist es wichtig, dass wir diesen Bezug wieder herstellen Weil Politik ja manchmal auch Gesetze oder Verordnungen macht, die einfach die landwirtschaftlichen Betriebe stören.

00:08:25: Oder die wirtschaftsweise stören ohne dass das die Politik im Zweifel böse gemeint hat.

00:08:29: Also ich glaube kein Politiker sitzt da und sagt er möchte was Schlechtes für die Menschen.

00:08:33: Das glaube ich nicht aber manchmal ist die Umsetzung nicht richtig!

00:08:37: Oder es hemmt die Wirtschaftsweise?

00:08:38: Oder es verfehlt die

00:08:39: Ziele?!

00:08:40: Deswegen ist es wichtig, draußen zu sein und das dann auch zu sehen was wirklich aus diesem politischen Entscheidungen im Zweifel entstanden ist.

00:08:48: Welches Ziel hast du denn für die Landwirtschaft?

00:08:52: Du hast ja wahrscheinlich irgendwie sowas im Kopf wo du die Landwirtschaft hin entwickeln möchtest in Schleswig-Holstein im Speziellen aber vielleicht auch über den Bundesrat auch darüber hinaus.

00:09:02: Ich sag mal perspektivisch... Landwirtschaft schleswig holstein, zwanzig vierzig.

00:09:08: ich würde mir wünschen dass wir noch viele familiengeführte Betriebe hier in Schleswig-Kollstein haben, das wir in der gesamten Fläche die Betrieber haben.

00:09:18: Dass sie weniger mit finanziellen Sorgen zu tun haben und wir auch viele Junglandwirte und Junglandwirtinnen haben, die da Bock drauf haben diesen Beruf auch in Zukunft zu machen.

00:09:30: Und der Selbstversorgungsgrad ist nicht gefährdet.

00:09:35: Das sind zwar ... Sehr große Ziele, aber das leitet mich in meinen politischen Maßgaben oder umsetzungen.

00:09:44: Ist das das Ziel, worauf ich eigentlich hinarbeite?

00:09:47: Und was mich antreibt...

00:09:49: Wenn du sagst, viele junge Leute, die Bock haben auf diesen Beruf, was würdest du einem jungen Landwirt vor der Entscheidung stehen den heimischen Hof zu übernehmen?

00:09:57: Oder eben auch nicht?

00:09:58: Was würdest du ihm sagen?

00:09:59: Wenn du Lust drauf hast, dann mach' das!

00:10:01: Wenn du keine Lust drauf hasst, dann machst'n dich nicht!

00:10:03: Weil Landwirtschaft ist viel zu anstrengend und prägt dich viel zu sehr im ganzen Leben, deine Familie und alles Mögliche.

00:10:10: Aber wenn du Bock drauf hast dann mach das auf jeden Fall weil ich glaube wir brauchen immer Nahrungsmittel!

00:10:15: Und wenn du clever bist ein gutes Konzept hast dann wird es funktionieren.

00:10:19: Es ist vielleicht nicht so leicht wie noch vor zwanzig Jahren wo alles funktioniert hat.

00:10:23: Das ist leider so... Im Zweifel muss man sich nochmal bisschen mehr anstrengen aber du musst schon auf dem Beruf richtig Lust haben Weil sonst Ist das zu viel und zu viel einschränkt im Zweifel auch?

00:10:34: Und auf deine ganze Familie, auf deine Umgebung hat er einen Fluss.

00:10:38: Deswegen muss man richtig Bock drauf haben.

00:10:39: Aber die Leute, die Bock haben, die haben eine Zukunft, das glaub ich schon.

00:10:43: Das was du ansprachst mit dieser Motivation, das merkt man ja bei dir, dass du extrem motiviert bist.

00:10:49: also gerade jetzt auch so wie du dich darstellst oder äußerst so wollte ich es eigentlich sagen Wie schaffen wir es andere Menschen, bronzen fremde Menschen mehr für diesen ... eigentlich für das, was die Landwirte tun zu faszinieren.

00:11:03: Das ist, glaube ich, das Entscheidende dabei, dass man wieder mehr Verständnis entwickeln möchte vielleicht auch für das Berufsfeld der Landwirtschaft und vielleicht auch Landwirtschaft wieder besser versteht.

00:11:15: Ich glaube wir müssen viel darüber reden.

00:11:17: Da ist auch mein Antrieb zu sagen wie ist Landwirtschaft aufgebaut?

00:11:21: Wieso treffen wir diese Entscheidung?

00:11:24: Wie treffen Landwirtinnen und Landwirten diese Entscheidung?

00:11:27: Und meine Aufgabe ist viel darüber zu reden und viel dazu zu werden, auch bei meinen Kabinettskollegen.

00:11:31: Auch bei anderen Politikerinnen und Politikern die haben Zweifel nicht das Verständnis für haben.

00:11:35: Nicht böse gemeint sondern einfach weil sie Landwirtschaft nicht so kennen wie wir es kennen.

00:11:40: Deswegen ist es glaube ich immer wichtig von den Höfen selbst positiv über Landwirtschaft zu reden Wie toll das ist was man macht?

00:11:46: Wie leidenschaftlich das ist um nicht nur über Probleme zu reden Sondern auch positiv darüber zu reden.

00:11:52: Und dann versuchen wir es ja auch politisch mit der Bildungsinitiative für Landwirtschaft Schulklassen auf die Höfe zu bringen, Kitas in die Schulen zu bringen.

00:12:02: Dass wir das früh anfangen, dass wir auch früher Schule anfangen was ist diese Verbindung zwischen dem was du gerade in deiner Pause isst und Landwirtschaft?

00:12:10: Was hat dazu geführt?

00:12:12: Wir versuchen jetzt hier auch auf der Norla Angebote für Kinder zu machen sei es, dass sie Butter schütteln machen.

00:12:17: Das ist sowas banales aber dass man wieder ein Feeling oder ein Gefühl dafür bekommen was sind Nahrungsmittel?

00:12:24: Deswegen ist es wichtig, dass jedes Kind einmal auf dem Bauernhof gewesen ist.

00:12:29: Und das mal kennengelernt zu haben.

00:12:33: Aber sind viele Nahrungsmittel heute nicht auch schon sehr weit weg von dem, was aufm Bauernhofs produziert wird?

00:12:41: Wenn man sich anguckt, wie viel verarbeitete Lebensmittel gegessen wird und dass der Grad an der Verarbeitung zunimmt.

00:12:50: Trotzdem hat's einen Ursprung gehabt in der Landwirtschaft.

00:12:52: Selbst wenn man sich eine tiefgekühlte Pizza ... Auf Bakt ist das ja trotzdem irgendwie durch jemanden produziert worden und nicht durch Maschinen.

00:12:59: Also, ähm, synthetisch hergestellt worden.

00:13:02: Und deswegen ist es glaube ich immer wichtig und ich glaube wenn man weiß auch... Wenn man den Kindern beibringt so schmeckt irgendwie ein Erdbeerjoghurt oder selbstmaß und so schmecken künstliche Ja, das müssen wir ja im Kell lernen!

00:13:14: Deswegen kann ich nicht nur alleine machen sondern sind auch die Familien gefragt und die Eltern gefragt.

00:13:18: aber deswegen glaube ich ist es wichtig dass es halt früh schon thematisiert wird Um dann zu sagen, es gibt auch andere Nahrungsmitteln.

00:13:25: Es gibt echte Nahrung ... Also... Auch leckere Nahrgungsmittel, die sehr ursprünglich noch sind und da kann man was Total Leckeres draus machen, das macht auch Spaß!

00:13:34: Ich koch mit meinen Kindern beispielsweise viel oder backen mit meinen Kindern.

00:13:37: Wir gehen ja auf den Bauernhof und solche ganzen Sachen machen wir aber es wäre halt schön wenn das jede Familie da aufmachen würde.

00:13:43: Was glaubst du denn welche Rolle bei dieser Ernährungsfrage die Regionalität spielt?

00:13:48: Man hat als Landwirt ja häufig das Gefühl dass wir beim Handel relativ beliebig geworden sind.

00:13:55: Der Handel hat seine Eigenmarken und da ist das einzelne Morgerei unternehmen oder der einzelne Landwirt natürlich relativ schnell austauschbar, dann ist es dem Handel auch Wurschtab die Milch aus Polen kommt oder aus Usbekistan oder was weiß ich woher?

00:14:09: Wenn das aber irgendwann mal so sein sollte, dass wir hier bei uns dann die Landwirtschaft mehr oder weniger zu Naturschutzpfleger machen und die Lebensmittel kommen dann von weiter weg weil es dem handel egal ist Dann sind die Lebensmittel ja noch weiter weg vom Verbraucher.

00:14:23: Also spielt diese Nähe oder diese Sichtbarkeit der Lebensmittelproduktion dann eine Rolle?

00:14:27: Ja, das ist totaler.

00:14:28: Deswegen möchte ich auch, dass wir ne heimische Starke-Landwirtschaft haben, die Familienbetriebe hier haben um das wenig zu importieren und dass auch wir einfach hier heimischen Produkte... haben und die auch konsumiert werden, dass man da drauf Wert legt.

00:14:44: Dass man auch früh wieder schließt der Kreis auf Früh wieder beibringen kann.

00:14:47: Du kannst nicht Ad-Band das ganze Jahr essen sondern es gibt eine gewisse Saison für gewisse Gemüse und Obstsorten.

00:14:54: aber man muss halt auch sagen Das ist Schade.

00:14:57: Aber damit müssen wir um.

00:14:58: viele Verbraucherinnen und Verbrauchern achten nicht darauf.

00:15:01: So es gibt einen gewissen Teil der extrem drauf achtet.

00:15:04: Der sagt, ich möchte Regionalität haben.

00:15:06: Ich mach sogar bei Direktvermarktung.

00:15:07: Ich geh auf den Markt und will meinen heimischen Landwirt unterstützen.

00:15:11: Aber wir haben auch einfach viele, die in Supermarkt gehen, die einfach einkaufen und nach Hause gehen.

00:15:17: Wir haben auch welche, die auf dem Preis achten müssen.

00:15:19: Deswegen ist diese Heterogenität bei den Verbrauchern

00:15:23: wichtig.".

00:15:25: Es machen sich ja manche Lebensmittelketten schon auf den Weg, um zu sagen wir machen einen Regionalfenster.

00:15:30: Wir wollen gewisse Landwirte unterstützen.

00:15:32: das finde ich gut.

00:15:33: mit denen bin auch im Gespräch.

00:15:35: aber Ich glaube dass ist ja auch dieses Problem was wir in der Landwirtschaft haben Dass sie halt primär Produzenten sind und Sie haben halt manchmal nicht ein Gut, was individuell leistbar ist.

00:15:48: Du kannst nicht sagen ich hab mein Liter Milch produziert Ich möchte da bitte sechzig Cent für haben weil ich so ein toller Landwirt bin.

00:15:53: Das funktioniert nicht.

00:15:54: das funktioniert bei allen anderen Wirtschaftsgütern im Zweifel Weil du sagst Hab was Besonderes.

00:15:58: Bei mir ist irgendwie die Taste so und ist besser funktionierbar wie auch immer, aber das kannst du bei Milch nicht machen.

00:16:03: Das kannst du auch nicht bei deinem Getreide machen und deswegen ist es für Landwirte ja so schwer auf markend guten Preis zu zählen.

00:16:09: Und jeder möchte Geld verdienen!

00:16:11: Ich verstehe dass auch, dass die ganze Kette Geld verdient möchte und ich verstehe auch den Verbraucher der im Zweifel nicht viel Geld ausgeben möchte dafür.

00:16:17: nur wir bekommen ja nicht alle Ziele unter einen Hut.

00:16:19: Wir bekommen nicht die günstigen Lebensmittel, die hier heimisch hergestellt worden sind mit der heimischen Landwirtschaft, dass alle etwas davon verdienen Das funktioniert nicht.

00:16:27: Da brauchen wir vielleicht bessere Lösungen in der Zukunft und auch ein anderes Verbraucher-Denken, aber ich glaube ... Ich weiß mich auch nicht fest an dieser Illusion.

00:16:40: Wir werden alle Verbraucheren umdenken bewegen.

00:16:44: Es gibt Studien, die ich auch an der Uni habe.

00:16:46: Nächstes ist völlig verrückt!

00:16:48: Da werden Verbrauche und Verbrauchen am Eingang des Supermarks gefragt.

00:16:53: Worauf achten Sie?

00:16:54: Dann sagen sie, auf Regionalität, Landwirte sollen gut verdienen.

00:16:58: Dann gehen Sie in den Supermarkt kaufen ein und dann wird eine Viertel schon später, halbe schon später der Warenkorb einmal gescannt.

00:17:05: Und es ist null drinne!

00:17:06: Also jetzt null nicht aber es ist wenig von dem drinnen was sie vorher gesagt worden ist.

00:17:11: Da wussten sie ja ... und da wussten sie, dass der Einkaufskorb gescannt wird.

00:17:17: Wenn das innerhalb von einer Viertelstunde schon in Vergessenheit gerät, brauchen wir uns nicht die Illusion hingeben, dass alle Verbraucher morgen auf hochwertige Lebensmittel achten.

00:17:26: Das wird nicht passieren!

00:17:27: Wir müssen uns aber dafür eine Sensibilität schaffen und noch mehr Verbraucher darauf achten ... Und dass im Zweifel dann auch die Kette sich ein bisschen unterhakt und nicht nur auf den eigenen Profit denkt?

00:17:42: Ein großes Problem in dem Bereich ist natürlich aber auch die Frage der Preise.

00:17:46: Also wenn wir austauschbar sind, egal ob jetzt innereuropäisch oder weltweit dann orientieren wir uns ja immer irgendwie in irgendeiner Form an einer Art oder vielleicht sogar direkt am Weltmarktpreis.

00:17:57: und wir haben hier vor Ort das Problem dass wir unter extrem hohen Kosten leiden.

00:18:02: Weil natürlich, gut es gibt die Dieselrückvergütung aber wir haben in vielen Bereichen extrem hohe Steuer im Vergleich zu anderen Ländern in der Nachbarschaft.

00:18:11: Wir haben andere Auflagen in anderen Ländern sind andere Pflanzenschutzmittel zugelassen.

00:18:15: du kennst diese ganzen Probleme.

00:18:18: da ist auch die Frage wie schaffen wir das eigentlich dass die Landwirte dann wieder konkurrenzfähig?

00:18:23: gemacht werden hier vor Ort.

00:18:25: Früher war es dann ja gerne mal, dass man gesagt hat die Gelder aus Brüssel sind dafür da.

00:18:30: Dann wird irgendwann gesagt Ja Die gelder aus brüssel sind aber dafür da weil ihr ja so viele Auflagen zu erfüllen habt.

00:18:34: und heute sind die Gelde Ausbrüssel denn auf einmal dafür Da das wir so viele Umweltauflagen zu Erfüllen haben also wo für diese Gelder schon alle hergehalten haben.

00:18:42: Das reicht bei Weitem nicht.

00:18:44: Da sind wir uns glaube ich auch einig um diese Probleme auszugleichen.

00:18:48: Und die zweite Frage in dem Zusammenhang Muss die Politik nicht eigentlich auch ein Interesse an dieser Veränderung im Nahrungsbewusstsein haben?

00:18:58: Weil ich glaube, wir wissen doch alle das gerade im Gesundheitswesen und so weiter riesige Kosten entstehen.

00:19:06: Die natürlich auch durch eine bestimmt etwas gesündere Ernährung deutlich zu reduzieren werden.

00:19:12: Ja viele Fragen!

00:19:14: Ich glaube dass wir einerseits immer europäisch denken müssen, was Landwirtschaftspolitik angeht.

00:19:20: Ich glaube deswegen ist die GAP auch wahnsinnig wichtig jetzt in der nächsten Diskussion.

00:19:25: ich finde es nicht dass wir unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen in den einzelnen Nationen haben und das wieder einfach gleiche wettbewegsbedingung haben sei es Umwelt, sei es Pflanzenschutzmittel wie auch immer Löhne ja.

00:19:40: Und gleichzeitig haben wir hier einen absoluten Grundstandort und Schleswig-Kollstein.

00:19:44: Das muss man ja auch sagen, also ... Wir können viel ausgleichen in dem wir hier ein anderen Standort haben, sei es die Böden, andere Wetterungen, gute ausgebildete Landwirte.

00:19:54: Damit haben wir das in den letzten Jahren auch hinbekommen.

00:19:57: Es war nicht so, dass wir in Deutschland vor dreißig Jahren schlechtere Umlaufwelt auflagen hatten als die ganze Welt.

00:20:04: So ist er auch nicht, aber es hat sich natürlich ... Das hat sich verschärft.

00:20:08: Deswegen darf es nicht weiter verschärfen, aber wir haben auch in den nächsten Jahren, wenn wir uns überlegen was im Klimawandel auf uns zukommt mit welchen Problemen die Südeuropäischen Staaten zu tun haben.

00:20:17: da können wir hier uns glaube ich glücklich schätzen und können davon profitieren.

00:20:20: In der Tierhaltung und dem Ackerbau können wir davon profitiert werden Und deswegen bestimmt mich das schon positiv.

00:20:29: Aber klar ist auch immer, dass ich auf europäischer Seite dafür kämpfen werde.

00:20:33: Dass wir ähnliche Wettbewerbsbedingungen haben und eine gut ausgestaltete Gap haben.

00:20:37: Und das ist dann ... Wenn wir Nahrungsmittel importieren, dass es entweder sehr stark gekennzeichnet ist oder dass man's erkennen kann, woher das kommt oder die im Zweifel ähnlichen Auflagen hatten.

00:20:50: Und das mit dem Gesundheitssystem, das sehe ich auch so.

00:20:52: Das ist ein Riesenthema!

00:20:55: Wenn wir überlegen, dass das Gesundheitssystem immer teurer wird und Ernährung schlechter wird dann schließt sich der Kreis wieder Bildung von Anfang an.

00:21:02: was den ursprünglichen Nahrungsmittel wie kann man sich richtig ernähren?

00:21:05: Ähnliches Wir hatten deswegen ja als auch als Landesregierung aber auch als TU Schleswig-Holstein ins Jahr für eine Zuckerstelle eingesetzt nicht so aktuell umgesetzt, wie wir uns das wünschen.

00:21:17: Aber das war zumindest mal eine Lenkungsmaßnahme, wo wir gesagt haben, okay, wie können wir beispielsweise kurzzuckerkonsum reduzieren?

00:21:24: Dass das nur ein kleines Rätchen ist, um dieses ganze Problem in Kraft zu bekommen, ist mir klar.

00:21:29: aber dass wir da irgendwie anfangen müssen und das Bildung nicht nur ein Teil sein kann sondern wie auch andere Sachen brauchen.

00:21:37: in näheren Bezug wieder zur Landwirtschaft ist, glaub ich auch wichtig.

00:21:40: Siehst du dich als Landwirtschaftsministerin eigentlich eher als Interessenvertretung der Landwirtschaft innerhalb der Landesregierung oder als Vertreterin der Landesregierung gegenüber der Landwirtschaft?

00:21:50: Wahrscheinlich je nachdem wo ich bin.

00:21:53: Also wenn ich im Kaminett bin und darüber diskutiere was wir umsetzen können dann würde ich mich immer als InteressensvertreterInner Landwirtschaft sehen.

00:22:03: Immer!

00:22:05: Und wenn ich natürlich jetzt beim Bauernverband bin, dann bin ich Teil der Landesregierung.

00:22:11: Ich bin auch vorher aber im Teil der Landesregierung.

00:22:12: Aber die gleich sind natürlich immer Interessensvertreter in der Landwirtschaft.

00:22:16: Da ist es nicht so, dass ich Teil des Bauernverbands bin sondern da als Teil der Bundesregierung und muss auch manchmal Dinge erzählen, die ihr nicht hören wollt oder blöd findet.

00:22:27: Das muss ich trotzdem leider sagen weil ich halt wirklich der Landesregierung bin.

00:22:31: Gibt es denn einen Punkt, wo die Loyalität zur Landesregierung zurücktritt gegenüber der Verantwortung für die Landwirtschaft oder wo das so sein könnte?

00:22:42: Schwierige Frage.

00:22:42: Ich bin ein absolut loyaler Mensch und deswegen würde ich immer sagen... ...ich kämpfe extrem viel Landwirtschaft und extrem viel landwirtschaftliche Interessen und dass wir da vieles rausholen.

00:22:54: Aber letztendlich bin ich bei der Landesregierung verpflichtet und werde da sehr viel für kämpfen aber wenn immer da auch loyal dem Team gegenüber, was ich auch wichtig finde.

00:23:07: Und das ist auch Demokratie, finde ich.

00:23:10: Weil es ist nun mal so dass wir sehr unterschiedliche Interessen haben.

00:23:13: Auch innerhalb der Landesregierung.

00:23:14: Ich meine, wir wollen eigentlich alle eine gute innere Sicherheit!

00:23:17: Wir wollen allen eine gute Bildung für unsere Kinder.

00:23:19: Wir wollen einen guten Sozialstadt haben und wir wollen eine intakte Natur haben und eine tolle Landwirtschaft.

00:23:26: Dass dann nicht immer Landwirtschaft gewinnen kann, das find' ich persönlich als Landwirtschaftsministerin blöd.

00:23:31: Aber das ist auch ein Demokratieverständnis, wo ich sage, ich kann ja nicht immer gewinnen.

00:23:34: Ich versuche viel zu gewinnen aber ich kann leider nicht immer mit meinen Positionen durchdrehen und dann muss ich sagen okay wenn ich überstimmt bin ich mich dran halten will ich auch mal... Dann ist es nun mal so und muss das auch akzeptieren.

00:23:45: Wir sind ja irgendwann demnächst wieder Landtagswahlen im Vorgespräch, haben wir kurz drüber gesprochen, ich glaube im April nächsten Jahres wird's danach wieder ein gemeinsames Ministerium Landwirtschafts- und Umwelt geben?

00:23:58: Das wollen sie sich nicht!

00:23:59: Wie ist seine Tendenz?

00:24:00: Was meinst du, was macht mehr

00:24:02: Sinn?".

00:24:02: Ich weiß es nicht.

00:24:04: Ich weiß dass das jeder hören möchte.

00:24:06: Vielleicht können wir uns dann nächstes Jahr noch mal zum Podcast kurz vor der Wahl treffen und dann können wir ja nochmal vielleicht darüber diskutieren.

00:24:13: Jetzt möchte ich wenig Wahlkampf machen und wenig Zukunftspunktlosen sein.

00:24:16: jetzt bin ich Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa- und Verbraucherschutz und dafür arbeite ich und dafür kämpfe.

00:24:21: Ich frage natürlich

00:24:24: ein bisschen mit Hintergrund, weil natürlich viele Landwirte glaube ich schon das Vorgehen des Umweltministeriums oder die Art und Weise wie da Politik gemacht wird schon sehr skeptisch sehen.

00:24:39: Und man glaube sich so ein bisschen erhofft hat dass durch diese Trennung der Ministerien da vielleicht ein Anwalt für die Landwirtschaft, in dem Bereich vorhanden ist und man es schafft sich irgendwie mehr durchzusetzen.

00:24:52: Aber gefühlt ist die Stimmung in der Landwirtschaft eher so ... dass man's nicht schafft, sich da genug durchzusetzten?

00:25:00: Ja das nehm ich wahr!

00:25:01: Das nehm... Das ist nicht nur hier beim Podcast sondern auch in der Fläche war.

00:25:06: Das ist ja auch nicht das erste Mal, dass mir dieser Wunsch entgegnet wird.

00:25:09: Ich glaube, es ist wichtig, dass ich viel mit meinen Kabinettskollegen spreche.

00:25:13: Dass ich auch viel mit meinem Kollegen dem Umweltminister spreche und das wir uns viel darüber austauschen.

00:25:20: Und es ist natürlich auch so, dass man ja unterschiedliche Interessen hat.

00:25:24: Ich meine, ich stehe für die Landwirtschaft und der andere steht für Umweltschutz.

00:25:27: Dass da unterschiedliche Intressen da sind und sich irgendwie zusammenfinden muss.

00:25:33: Das was vorher in einem Heim ausgelaufen ist, muss halt jetzt telefonisch oder an anderen Tischen stattfinden.

00:25:38: Ich schuldige mich, dass wir direkt reingehen noch mal.

00:25:40: Aber es sind ja keine unterschiedlichen Interessen!

00:25:43: Also wie als Landwirte haben doch ein Interesse an einer intakten Natur und ich glaube liegt da nicht genau der föder Fuß das man immer denkt Es sind unterschiedliche Interessen.

00:25:51: eigentlich haben wir doch dieselben interessen.

00:25:53: Wir brauchen eine intakte natur wir brauchen die biodiversität wir brauchen Die bestäuber das ist alles bekannt.

00:25:59: aber am ende tut man immer ein bisschen so Als wenn das unsere ganz großen feinde sind und wir das eigentlich alles nur zerstören wollen.

00:26:07: Zumindest ist es in der Wahrnehmung manchmal so, dass man sich so hingestellt oder dargestellt fühlt.

00:26:14: Wie schafft man das?

00:26:16: Und die Freude wäre natürlich groß wenn die CDU wieder den Landwirtschafts- und Umweltminister in Zukunft stellen würde.

00:26:23: Aber es kann auch genau andersrum sein, dass das von einer anderen Partei kommt und man dann wieder das Gefühl hat oh Gott jetzt geht's wieder völlig in die Verkehrterrichtung.

00:26:29: Aber wie kriegen wir das eigentlich hin?

00:26:31: Dass mal dieses Verständnis dafür da ist, dass dass das eigentlich nur ein gemeinsamer Weg sein kann und ganz egal von welcher Partei der Minister ist.

00:26:39: Man eigentlich immer das Gefühl hatte man isst er trotzdem irgendwie doch vernünftig vertreten sagen muss man

00:26:44: so.

00:26:45: Also ich glaube auch, dass man das immer zusammen denken muss und das auch Landwirte natürlich davon profitieren wenn die Umwelt gesund ist und dass kein Landwirt Oder Landwirtin da steht und sagt, ich möchte jetzt die Jungwelt zerstören.

00:26:54: Kein Mensch!

00:26:55: Ich glaube nur dass die Wege zu den Schielen immer sehr unterschiedlich sind je nachdem in welcher Parteimand vertreten ist.

00:27:01: Und beispielsweise hatten wir ja den Aktionsplan Ostischutz und wo wir auch Ziele festgelegt haben zu sagen es müssen weniger Nährstoffrachen in die Oste gehen Wie der Weg dahin ist völlig frei.

00:27:16: Das hat nicht jeder so gesehen.

00:27:17: Alle waren beim Ziel gleich und haben gesagt, okay wir müssen die aus dir schützen aber jede Partei oder jede Fraktion hatte eine unterschiedliche Idee.

00:27:25: Und darauf ich glaube deswegen ist auch manchmal wichtig erstmal vom Ziel her zu denken also zu sagen wohin wollen wir denn eigentlich?

00:27:32: Dann sich einmal ehrlich zu machen welche Wege gibt es dahin?

00:27:35: und vielleicht nehmen jetzt nicht mein Weg oder den zweiten Weg sondern vielleicht nehmen dritten Weg der vielleicht auch sinnvoll ist weil in der Tat ist das so.

00:27:42: ganz häufig ist das Ziel das Gleiche Und man schreitet sich dann ganz viel über die Wege dahin.

00:27:48: Darüber glaube ich, muss man ein bisschen besser kommunizieren und muss das auch sagen.

00:27:53: Der Bauernverband manchmal andere Positionen vertreten als unsere Umweltschutzverbände.

00:27:57: Das ist ja nun mal schon so.

00:27:59: Auch wenn du jetzt eine intakte Natur möchtest... Also in umweltschutzverbänden sitzen Menschen möchten auch eine intakte Natur.

00:28:09: Trotzdem habt ihr nicht die gleichen Forderungen!

00:28:13: Das ist wohl so.

00:28:15: Aber würdest du sagen, Entschuldigung Thomas, würde ich noch einmal nachfragen, dass der Aktionsplan Ostsee-Schutz oder so wie wir es jetzt stehen haben?

00:28:25: Dass das eigentlich ein vernünftiger politischer Kompromiss ist also dass man sich da wirklich vielleicht von zwei Seiten angenehrt hat oder ist man als Landwirtschaft da vielleicht doch eher schlecht weggekommen?

00:28:38: Ich finde, für die Landwirtschaft ist ein Superkompromiss gefunden worden.

00:28:41: Weil schon wurden ja auch andere Forderungen erhoben im Zuge dessen der ganzen Diskussion und ich habe mich immer dafür eingesetzt dass man sagt wir machen kein Ordnungsrecht und wir sagen nicht pauschal über alle Betriebe machen wir beispielsweise Gewässerrandstreifen Sondern dass wir sehr klar sagen, wir gucken uns die einzelnen Betriebstypen an und jeder Landwirt kann selbst entscheiden was sie machen kann.

00:29:03: Und trotzdem das ist mir ganz wichtig in dieser ganzen Diskussion ist es trotzdem eine Anstrengung für die Landwirtschaft und Betriebe.

00:29:07: Das funktioniert ja nicht von heute auf morgen einfach so Was im Zweifel jetzt auch wieder Kommunikationsarbeit ist.

00:29:14: weil nur weil es freiwillig ist heißt es nicht dass keine Arbeit ist und das ist dann meine kommunikationsarbeit.

00:29:19: im zweifel aber auch Aber den Weg.

00:29:22: wir gehen weg von Ordnungsrecht, sondern hin zu freiwilligen Maßnahmen und jeder Betrieb kann sich das selbst entscheiden was er für eine Maßnahme ergreift.

00:29:29: Das halte ich für wahnsinnig richtig auch immer noch weil letztendlich steht das Ziel ja im Fokus dass wir weniger Nährstoffeinträge haben wollen und die ostige Sünder machen wollen.

00:29:38: und da waren sich auch immer allein nicht nur die Wegewohnheit sehr heiß diskutiert.

00:29:44: aber daraus kann ich denn schon raus hören dass du dann auch mit wie ihr mensch dagegen vorgehst wenn ein Kabinettskollege zb der Meinung ist dass es immer noch nicht genug gemacht wird

00:29:53: Das schaff ich.

00:29:54: Ich finde, man muss den Menschen einfach erst mal Zeit geben und auch mal sagen so wir haben jetzt einen Plan gemacht Jetzt müssen sich alle an dem plan halten.

00:30:00: also das ist immer so dass es in der firma so Dass auf einem betrieb ist das so eine familie ist das?

00:30:05: So man setzt sich zusammen arbeitet ein plan Und dann sollten sich alle dran halten und wenn man dann irgendwann merkt es funktioniert nicht Dann kann man den ändern aber muss allen erstmal zeit geben das herum zu setzen.

00:30:17: Wir sprachen kurz mal über die gab gerade eben welche möglichkeiten hast du als landesministerin auf diese Verhandlung, die da jetzt gerade laufen für die zukünftige Ausgestaltung der Gap darauf Einfluss zu nehmen und da auch vielleicht ein Finger draufzulegen mal wieder dahin zu kommen dass die Mittel dafür eingesetzt werden oder zumindest als Verwendungs-Zweck sag ich mal daneben geschrieben wird wofür es ursprünglich mal gedacht war.

00:30:42: Nämlich also für Ernährungssicherheit, für Ernehmensouveränität, für eine Eigenversorgung für eine gesunde Landwirtschaft und eine eigenständige Landwirtschaft Und ein vernünftiges Einkommen der Landwirte.

00:30:54: Weil ich finde, das ist komplett aus dem Blick vieler EU-Politiker rausgeraten.

00:31:00: Das stimmt aber im Moment geht's da sogar eher dahin und da waren wir eigentlich auch in Schleswig-Holstein weiter.

00:31:06: Also aus Schlesweg-Holtstein kommt ja eigentlich das Modell Gemeinwohlorientierung.

00:31:10: also jede Umwellleistung die erbracht worden ist braucht auch ein Breitstil um es honoriert werden.

00:31:13: Das macht man nicht einfach nur so sondern man muss es honorieren bekommen weil es mehr Arbeit ist und zwar für weniger Ertrag ist.

00:31:19: Und das Modell fand ich eigentlich richtig.

00:31:22: Dass man nicht über die reine Flächenprämie geht und sagt, egal, du bekommst jetzt Projekte so viel Geld, mach was du willst damit!

00:31:30: Diese Diskussion wird im Moment in der GAP anders geführt.

00:31:34: Wir kommen auch weg von diesem zwei-Säulen-Modell.

00:31:36: oder ist der jetzt hier Vorschlag?

00:31:38: Wie der Gap mit anderen Geldern in einen Topf geht?

00:31:41: Also wir wissen noch nicht mal richtig, was wir gerade für die Landwirtschaft ab dem Jahr zu verfügen haben.

00:31:48: Beziehungsweise die ganzen Pläne halte ich im Moment nicht für richtig gut.

00:31:51: Und jetzt ist es so, dass ich mit verschiedenen Menschen rede.

00:31:54: Also ich hab' mit dem EU-Commissar Hansen gesprochen und habe ihm das mitgeteilt.

00:31:57: Wir haben mit unserem CDU-Abgeordneten ein gesprochene Klassherbst geschrieben.

00:32:03: Mit dem Bericht erstatt dafür... Die EVP-Fraktion habe ich gesprochen für die GAP und hab dem auch geschrieben, was ich gut finde oder nicht.

00:32:11: Der hat ja auch ein eigenes Konzept vorgelegt.

00:32:13: Ich spreche mit Kommissar, mit Bundesminister Rainer ... Wir haben es jetzt auf der AMK das Thema gehabt.

00:32:19: Also, ich versuch alle Möglichkeiten irgendwie hinzubekommen um diese Visionen, die wir in Schleswig-Holstein hatten noch weiterzugeben?

00:32:25: Oder zu sagen, was läuft jetzt schief!

00:32:26: Was wäre auch für unsere ... Da bin ich wirklich eine Schlesvig-Hölsteinische Landesministerin, weil ich natürlich sage, ist jetzt vielleicht nicht das für die ostdeutschen Betriebe noch mal ein bisschen wichtiger, aber da sehe ich natürlich auch schon sehr viele Sachen.

00:32:41: Oder wie sieht die Kurfinanzierungssache aus?

00:32:43: Wie viel Geld da stehen hier wirklich für die Landwirtschaftenbetriebe auf den zukünftig zu verfügen?

00:32:48: und da gucke ich schon sehr genau, wie unsere Betriebsstruktur ist um das Beste rauszuholen.

00:32:52: Aber klar also ihr müsst uns mit sechszehn Bundesländern einigen plus dann mit siebenundzwanzig EU-Staaten.

00:32:57: Das ist leider nicht so einfach dass meine Meinung überall gehört wird, aber ich versuche sie jedem zu sagen der sie hören möchte

00:33:03: Wir haben jetzt ja kurz schon mal das Thema große Politik angerissen.

00:33:06: Was mich doch noch einmal so Richtung Ende interessieren würde, die schwarz-grüne Landesregierung ist eigentlich schon ein im Bundesvergleich schon kleines Erfolgsmodell.

00:33:17: also Daniel Günther hat sich auch mit einem grünen Koalitionspartner was von vielen ja doch sehr kritisch gesehen wird mir doch sehr gut verkauft auch mit seiner doch bürgernehe glaube ich und auch mit seinem sehr bürgernahen oder einen weitenteilen bürgenahen Kabinett.

00:33:34: Inwiefern ist das schwer, sich gegen eine wie ich zumindest finde doch sehr schwierige Politik auf Bundesebene?

00:33:40: Ich sage mal da dann doch noch zu behaupten und eigentlich zu zeigen dass man so als Bundesland mit dem was man macht.

00:33:46: Eigentlich schon glaube ich auf Erfolgskurs ist aber man leidet doch glaube ich sehr unter dieser doch desaströsen Bundespolitik.

00:33:54: Ja also als Parteipolitikerin würde ich mir auch anders wünschen auch als Bürgerin dieses Landes, will ich mir auch ein bisschen mehr Koalitionsfriedenwünsche auf Bundesebene.

00:34:05: So und dann kann man immer versuchen welche Möglichkeiten habe ich das zu ändern so im Gesprächen mit der Parteipolitik oder wie auch immer.

00:34:13: Und sonst wenn ich das im Moment nicht ändern kann, dann fokussiere mich darauf was ich hier aktuell ändern kann.

00:34:17: also für mich ist es immer wichtig entweder wir haben dieses Problem Was kann Ich tun um das zu Ändern?

00:34:22: Das versuche ich zu nutzen indem ich mit einzelnen Menschen spreche oder nicht spreche und sonst manchmal ein Kram.

00:34:28: Und das ist manchmal wirklich hart, weil ich mir das auch manchmal wünschen würde.

00:34:32: aber wenn ich mich den ganzen Tag über die Bundespolitik aufregen würde, wird es mir nicht besser gehen oder wird der Landwirtschaft hier nicht besser geben?

00:34:38: Deswegen versuche ich das manchmal an manchen Tagen einfach aus dem Kopf zu streichen und nicht jede Schlagzeile zu lesen, die auch geschrieben werden.

00:34:47: Das ist ja... Aber dass ich mir ein bisschen mehr Harmonie wünscht würde, ich glaube, das sind viele Wünsche auf Bundesebene dass auch diese Streitereien aufhören, dass man dieses Land nach vorne reformiert.

00:35:01: Aber es sind ja nicht nur die Streitereihen.

00:35:03: also ich finde das in Schleswig-Holstein schon eine sehr innovative Politik gemacht wird.

00:35:06: wir sind natürlich noch ein bisschen Energiewende land aber hier wird ja sehr viel in Richtung Innovation gemacht.

00:35:10: und wenn ich mir angucke was gerade auch aus rein der Bundes CDU und man kann auch ruhig das Wirtschaftsministerium ansprechen Das ist eher ein Rollback was da passiert und das ist ja völlig konträr wenn man mal guckt wie eine CDU auf Landesebene agiert und auf Bundesebene.

00:35:29: Am Ende leidet man dann doch auch im Land unter dieser Quittung, die irgendwann die Bundespolitik kriegt?

00:35:36: Kann man da nicht mal am Tisch hauen?

00:35:39: Ja natürlich ist das so.

00:35:41: wir würden uns das auch in das wünschen.

00:35:42: wenn.

00:35:43: Da sind wir uns ja auch sehr einig, wie wir die Energiewende beispielsweise in der ganzen Bundesrepublik sehen.

00:35:49: Aber da sind leider noch nicht alle Bundesländer von überzeugt und da gibt es sehr viele unterschiedliche Meinungen in dieser Republik, die die Energievende im Zweifel wirklich kritisch sehen.

00:35:57: Wo wir hier oben sagen, guckt euch das doch an was für ein Erfolgsmodell ist?

00:36:02: Für alle!

00:36:02: Für die Kommunen, für die Erflächeneigentümer, für Bürgerinnen und Bürger dieses Landes einfach nur gut und für den Klimaschutz im Übrigen auch.

00:36:11: Aber nicht jeder teilt diese Idee.

00:36:14: Deswegen versuchen wir gerade beim Thema Energie, auf was Biogas angeht, erneuerbare Energien, EEG-Sachen, dass wir da mit vehemensaufbundesebene dafür eintreten und dafür werben.

00:36:26: Und ja... Wir würden uns auch manchmal andere Reformen wünschen.

00:36:30: aber das ist leider in der Demokratie so, dass es halt nicht immer das passiert, was wir uns selbst wünscht und dann geht's halt immer darum, Nächstes Jahr, bei der Landtagsmal werden wir für unsere Sachen hier kämpfen und für unsere Ideen unabhängig von dem was auf Bundesebene passiert.

00:36:49: Wünschen ist ein gutes Stichwort!

00:36:50: Du hast einen Wunsch frei an die Landwirtschaft.

00:36:52: Was müsste die Landwirtschaft deiner Meinung nach verändern?

00:36:56: Auch mal sagen wenn es etwas gut läuft... Das würde ich mir wünschen.

00:36:59: Ich verstehe das dass es auch viel schwierig ist.

00:37:01: aber ich würde mir wünsche dass auch mal gesagt wird Boah das läuft richtig gut

00:37:05: Da ist sie wieder die Optimistin Genau!

00:37:08: Es tut uns allen gut.

00:37:09: Und am Ende nochmal die obligatorische Frage.

00:37:14: Wir heißen ja nun mal Plan B, was ist dein Plan B für die Zukunft?

00:37:19: Da könnte man unterschiedliche Felder ansprechen.

00:37:21: Die Frage ist natürlich, was passiert, wenn man vielleicht irgendwann mal nicht mehr Ministerin ist?

00:37:25: Was wäre dann die Exit-Strategie der Plan B?

00:37:27: oder was ist der Plan b?

00:37:29: Vielleicht auch nach vorne, karrieremäßig?

00:37:30: hast du Ideen...

00:37:32: Nee ich habe kein Plan B!

00:37:33: Ich hab irgendwann aufgehört mir Pläne zu machen.

00:37:35: Das sind

00:37:36: Optimisten

00:37:38: Weil immer, wenn ich Pläne hatte die sind dann anders geworden und ich bin zufrieden und glücklich in meinem Leben.

00:37:42: Und das wird auch in Zukunft irgendwie sein und man muss immer das Beste rausholen deswegen.

00:37:47: Ich habe keinen Plan B.

00:37:48: Tipptopp!

00:37:49: Sehe ich genauso?

00:37:50: Ich bedanke mich schon mal recht herzlich an dieser Stelle dafür dass du uns hier trotz des reichhaltigen Programms auf der Norla Rede und Antwort gestanden hast und wir einen kleinen Einblick in dein Arbeit, in deine Ideen, in deinen Denken... kriegen konnten und freue mich, wenn wir dann vor der Wahl nochmal den Wahl-Podcast machen.

00:38:07: Ja!

00:38:08: Mit den Ideen für die Zukunft.

00:38:10: Und vielen Dank und viel Erfolg

00:38:12: noch.

00:38:12: Vielen lieben Dank auch für das Gespräch.

00:38:14: Hat Spaß gemacht?

00:38:15: Auch von mir liebe Conny, vielen Dank dass du dir Zeit genommen hast.

00:38:18: War super spannend, super positiv.

00:38:20: Das ist ja das was wir eigentlich mit unserem Podcast immer wollen.

00:38:22: Positiv in die Zukunft schauen.

00:38:24: Das war der Ansporn warum wir das Ding hier irgendwann mal aufgelegt haben.

00:38:27: Ich glaube dieses Mal hat es auf jeden Fall super geklappt.

00:38:31: Vielen Dank dafür, euch an den Empfangsgeräten.

00:38:33: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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